
So arbeite ich
Ich arbeite nicht nach einem festen Schema und bearbeite keinen Huf nach einem vorgegebenen Idealbild.
Für mich beginnt Hufbearbeitung nicht mit dem Messer, sondern mit dem Pferd. Ich betrachte die Bewegung, die Balance, den Körper, die Haltung, den Stoffwechsel und natürlich die Hufe – denn all diese Faktoren beeinflussen sich gegenseitig.
Ein gesunder Huf entsteht nicht isoliert, sondern durch das Zusammenspiel vieler Bereiche. Deshalb gibt es für mich nicht die eine Methode, die für jedes Pferd funktioniert.
Jedes Pferd bringt seine eigene Geschichte mit. Meine Aufgabe ist es, genau hinzusehen, Zusammenhänge zu erkennen und das Pferd dabei zu unterstützen, seine natürliche Funktion wiederzufinden.
Mein Ziel ist nicht, dass Menschen meinen Weg kopieren, sondern dass sie lernen, ihr eigenes Pferd wirklich zu verstehen.
Mein Weg zur ganzheitlichen Hufbearbeitung
Ich hätte nie gedacht, dass mich ausgerechnet die Hufe meiner eigenen Pferde einmal so tief verändern würden.
Eigentlich wollte ich ihnen nur helfen. Ich wollte verstehen, warum sie Schmerzen hatten und was ich tun kann, damit es ihnen besser geht. Mit voller Überzeugung lernte ich, setzte mein Wissen um und glaubte, den richtigen Weg gefunden zu haben.
Heute weiß ich, dass ich mit dem Wissen von damals Entscheidungen getroffen habe, die meinen Pferden nicht geholfen haben. Drei meiner eigenen Pferde entwickelten dadurch Hufrehe.
Diese Zeit hat mich geprägt. Sie war voller Fragen, Zweifel und der Suche nach Antworten. Statt die Verantwortung abzugeben, wollte ich verstehen: Was ist passiert? Was möchte mir der Huf zeigen? Welche Zusammenhänge habe ich bisher nicht erkannt?
Diese Suche begleitet mich bis heute. Mit jedem Pferd, das ich begleiten darf, lerne ich weiter. Jede Beobachtung, jede Herausforderung und jeder kleine Entwicklungsschritt erweitert mein Verständnis.
Ich habe gelernt, dass es nicht die eine Methode gibt, die für jedes Pferd funktioniert. Jedes Pferd bringt seine eigene Geschichte mit – seine Bewegung, seine Haltung, seinen Stoffwechsel und seinen individuellen Körper.
Heute glaube ich daran, Pferden zuzuhören, genau hinzusehen und Zusammenhänge zu erkennen. Denn echte Entwicklung beginnt dort, wo wir bereit sind, weiterzulernen und unsere Sichtweise immer wieder zu hinterfragen.